Kath. Kirchengemeinde St. Peter u. Paul

Geistliche Begleitung

Geistliche Begleitung


 Geistliche Begleitung ist ein grundlegender Dienst der Seelsorge
Geistliche Begleitung gehört zu den Diensten der Seelsorge für alle Gläubigen, unterscheidet sich aber von den normalen" Pastoralgesprächen durch die Kontinuität und Zielrichtung (,,Begleitung eines Geistlichen Prozesses“)
In diesem. Sinne bezeichnet Geistliche Begleitung Einzelgespräche, die regelmäßig stattfinden (ca. l x monatlich) und auf längere Dauer (3-5 Jahre) angelegt sind.

Geistliche Begleitung orientiert sich an der Ignatianischen Spiritualität
Die Standards orientieren sich im Wesentlichen an der Idee und Gestalt der Ignatianischen Spiritualität.
Diese Orientierung äußert sich im Sinne dieser Vorgabe vor allen an folgenden Punkten:
Geistliche Begleitung geht von der Annahme aus,
dass Gott jeden Menschen beim Namen gerufen hat auf einen je ureigenen und persönlichen Weg. Diese ganz persönliche Berufung gilt es zu entdecken und zu beantworten.
Geistliche Begleitung ist eine gemeinsame Suchbewegung des / der Begleiteten und des Begleiters (Weg-/ Zielorientierung) und auf einen (geistlichen) Wachstumsprozess und auf eine persönliche Gottes- bzw. Christusbeziehung der Begleiteten hin angelegt.
INHALT DER GEISTLICHEN BEGLEITUNG IST DAS ,,GANZE" LEBEN DES DER BEGLEITETEN UNTER DER LEIT-PERSPEKTIVE: WO IST MEHR LEBEN MÖGLICH?
GEGENSTAND DER GEISTLICHEN BEGLEITUNG IST DAS, WAS DER/DIE BEGLEITETE VON SICH AUS EINBRINGT.

 Geistliche Begleitung orientiert sich an folgenden Zielen
Geistliche Begleitung will helfen und ermutigen:
• das Wirken des Geistes Gottes in der eigenen Lebensgeschichte und auf dem eigenen Lebensweg zu
entdecken und zu bejahen,
• Hilfen und Hindernisse auf diesem Weg wahrzunehmen und zu erkennen,
• neue Schritte auf dem eigenen geistlichen Weg einzuüben,
• das persönliche Gebet zu fördern und zu verlebendigen,
• aus dem Geist des Evangeliums das eigene Leben zu gestalten.

 Geistliche Begleitung ist ein in sich eigenständiger pastoraler Vorgang
Geistliche Begleitung in dem oben skizzierten Sinne grenzt sich deutlich von anderen Formen des begleitenden Gespräches ab.
Geistliche Begleitung ist keine Katechese, keine Therapie, keine Supervision und ist in der Regel auch nicht innerhalb einer freundschaftlichen Beziehung sinnvoll. Aufgabe des Begleiters ist es, auf die Einhaltung dieser Grenzen zu achten.

 Folgende Voraussetzungen sollen Geistliche Begleiter erfüllen:

• eigene aktuelle Begleitungserfahrung
• eigene kontinuierliche Exerzitienfahrung
• abgeschlossener Ausbildungskurs oder anderweitig erworbene Befähigung zur Geistlichen Begleitung
• Anerkennung der Standards
• Offenheit für die Unterschiedlichkeit geistlicher Wege
• bewusste und verantwortete Solidarität mit dem Leben und der Praxis der Kirche
• regelmäßige Fortbildung und Praxisbegleitung bzw. Supervision
• Verschwiegenheit und Vertraulichkeit

Weitere Informationen bei Pater Siegfried Coldehoff SCJ
pater.siegfried@kath-kiche-cappeln.de